BRH RETTUNGSHUNDESTAFFEL OBERRHEIN

13.07.2019 Tag des Helfers 2019

 

Am 13.07.2019 findet zum vierten Mal der Tag des Helfers parallel zum Chlotzemärt statt. Dieses Jahr werden sich wieder unsere hiesigen Hilfsorganisationen vorstellen. Dies sind die freiwillige Feuerwehr, die Bergwacht und die Rettungshundestaffel Oberrhein.

 

An den verschiedenen Ständen können sich Interessierte ab etwa 14:00 Uhr über die Arbeit der einzelnen Organisationen informieren.

 

Ein Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung wird sicherlich der Brandsimulator am Stand der freiwilligen Feuerwehr bilden. Hier dürfen und sollen sich unsere Mitbürger unter professioneller Anleitung im Löschen von Kleinbränden, wie zum Beispiel einem brennenden Papierkorb oder einem Bildschirm, üben. Was passiert beim Löschen von Öl oder Fett mit Wasser? Warum sollte man keine Spraydosen ins Feuer werfen? Diese Fragen werden aufgelöst bei der Vorführung gegen 16:00 Uhr und vielleicht die Lust auf aktive Mitarbeit geweckt?!

 

Die Bergwacht Istein präsentiert sich in vielfältiger Weise: Am Infostand wird über Aufgabengebiete, Ziele und Aktivitäten informiert. Interessierte Bürger erfahren, wie sie einen Atem-/Kreislaufstillstand erkennen und was sie für Maßnahmen zur ersten Hilfe einleiten müssen. Die hierzu erforderliche Herz-Lungen-Wiederbelebung kann jeder vor Ort selbst üben und altes Wissen wieder auffrischen. Im Bärenkrankenhaus kann der Nachwuchs die Grundladen im Verbände anlegen erlernen. Bei der Schauübung gegen 14:15 Uhr wird anschaulich gezeigt, wie die Bergwacht die Rettung einer verunglückten Person durchführt.

 

Engagierte Hundebesitzer und angehende Hundehalter können sich bei den Hundeführern der BRH Rettungshundestaffel Oberrhein über die Möglichkeiten der Rettungshundeausbildung informieren. Über die speziellen Aufgaben in der Personensuche von Vermissten, mit Hilfe von Karte/Kompass/GPS oder nach einer Gasexplosion, kann sich an einem Infostand ausgetauscht werden. Hunde unterschiedlichster Rassen und Ausbildungsstände werden ihr Können bei laufenden Vorführungen an den Übungsgeräten und bei einer Schauvorführung gegen 15:00 Uhr zeigen.

 

 

http://www.bergwacht-schwarzwald.de/bergwacht-schwarzwald/de/Ortsgruppen/OG-Istein/ 

https://rhs-oberrhein.jimdo.com/ 

https://www.feuerwehr-istein.de

 

 

Interessiert? Dann besuchen sie uns am Tag des Helfers in Istein am 13. Juli 2019 ab 14 Uhr wir freuen uns über rege Teilnahme und Eure Fragen!


9/10.3.2019     Prüfungswochenende

Dieses Wochenende hatten wir unsere alljährliche Frühjahrsprüfung und können eine 100% Erfolgsquote in den Sparten Fläche und Trümmer verbuchen. Trotz des Aprilwetters haben unsere eigenen Prüflinge sowie die Auswärtigen schöne Leistungen gezeigt, hierzu möchten wir allen gratulieren.

 

Prüflinge unserer Staffel:

 

Fläche:

Claudia Götting mit Aska

Nora Zuflucht mit Fee

Cornelia Höfler mit Dark

Barbara Frank mit Motte

Hans-Werner Frank mit Motte

 

Trümmer:

Susanne Zweiger mit Shana

Cornelia Höfler mit Dark

Barbara Frank mit Motte

 

Besonders freuen wir uns über zwei Hauptprüfungen in der Sparte Trümmer:

Nora Zuflucht mit Fee

Hans-Werner Frank mit Motte

 

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei unserem Prüfungsleiter Paul Burger, dem Leistungsrichter Volker Marx und den ganzen Helfern fürs Opferliegen.

 



 

So arbeiten die ehrenamtlichen Helfer der Rettungshundestaffel am Oberrhein

 

Gemeinsam retten sie Menschen in Not aus gefährlichen Situationen

 

Sie kommen dann zum Einsatz, wenn es in unübersichtlichen Situationen um die Suche nach verschwundenen oder verschütteten Menschen geht: Die Spezialisten der verschiedenen Rettungshundestaffeln stellen mit ihren geschulten Tieren ein wichtiges Standbein für den die Vermisstensuche und den Katastrophenschutz in Südbaden dar.

 

Seit fast 30 Jahren mit großer Leidenschaft aktiv ist der Ausbilder Horst Hüncker von der BRH-Rettungshundestaffel Oberrhein - aktuell mit seiner sechs Jahre alten Schäferhund-Malinois-Mischlingshündin Paula. Die beiden sind ein eingespieltes Team, das im Einsatz aufeinander vertrauen und gegenseitige Signale richtig deuten kann. Das Gleiche gilt natürlich auch für Hünckers rund anderthalb Dutzend Hundeführerkollegen der Staffel.

 

Sie decken mit ihrer komplett ehrenamtlichen Arbeit große Teile der Landkreise Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und der Umgebung von Freiburg ab. Ihren Hauptsitz haben sie dabei in Efringen-Kirchen. Sie finanzieren sich dabei komplett von den Beiträgen ihrer Mitglieder und von wichtigen Spenden aus der Bevölkerung.

Hunde retten Menschenleben: Einsatztraining bei der BRH-Rettungshundestaffel Oberrhein

 

 

 

Zwei mal pro Woche trainieren die Mitglieder der Staffel mit ihren Hunden auf Übungsplätzen in der Region die unterschiedlichsten Einsatzszenarien. Grundsätzlich lassen sich dabei zwei Arten von Einsätzen unterscheiden:

 

Rettungshundestaffel Oberrhein auf Flächensuche und Trümmersuche spezialisiert

 

Bei der Flächensuche geht es beispielsweise darum, vermisste Wanderer, abgehauene Demenzpatienten, verletzte Sportler oder auch Menschen mit Suizidgefahr in der freien Natur oder auch in besiedelten Gebieten ausfindig zu machen. Für die Helfer aus Efringen-Kirchen stellt das den Regelfall dar und macht auch den Hauptanteil ihrer Einsätze aus.

 

Darüber hinaus trainieren sie aber auch noch die so genannte Trümmersuche, wegen der sie auch fester Bestandteil des Katastrophenschutzes in Baden-Württemberg sind. Denkbare Szenarien sind hier schwere Erdbeben im Rheingraben, bei denen Überlebende unter eingestürzten Trümmern begraben liegen - oder auch Gasexplosionen, schwere Zugunglücke und Ähnliches. Gerade hier ist die enge Zusammenarbeit mit anderen Rettungskräften wie Polizei, Feuerwehr, Bergwacht und Sanitätern grundlegender Bestandteil, der auch immer wieder gemeinsam eingeübt wird.

 

Einige der Mitglieder können bereits in den letzten Jahrzehnten auf mehrere Auslandseinsätze mit ihren Hunden zurückblicken. So hat Zugführer Klaus Kölper bereits nach schweren Unglücken im Jemen geholfen oder auch zuletzt bei den Beben in Norditalien. Neben der Sprachbarriere erfordert das neben den rein beruflichen Qualifikationen auch eine hohe Anpassungsfähigkeit. Die Hundeführer müssen sich und ihre Tiere für mehrere Tage komplett selbstständig versorgen können, auf die kulturellen Gegebenheiten des Einsatzlandes eingehen können und auch Risiken wie Gesundheitsgefahren und Krisensituationen berücksichtigen. Die Gewissheit, Menschenleben zu retten und die Dankbarkeit der einfachen Bevölkerung waren für Kölper das ausschlaggebende Argument, warum er sich immer wieder für solche Einsätze außerhalb von Südbaden und Deutschland entschieden hat.

 

Tiere und Menschen durchlaufen gleichermaßen zweijährige Ausbildung

 

Grob zwei Jahre dauert die gemeinsame Grundausbildung von Hund und Mensch, danach gibt es weitere verschiedene Möglichkeiten zur Spezialisierung. Bei den Tieren kommt es dabei im ersten Schritt gar nicht so sehr auf bestimmte Rassen an, betont Ausbilder Hüncker. Wichtig ist vor allen Dingen, dass der Hund aufgeweckt, sicher im Alltag und lebendig ist und grundsätzlich Interesse an Spielzeug oder Futter zeigt, um so den Lernprozess zu unterstützen. Als Belohnung bekommen die Vierbeiner regelmäßig ihr Lieblingsspielzeug, lobende Worte, Streicheleinheiten und Leckerli, um sie so weiter zu motivieren.

Die besten Chancen haben mittelgroße Tiere. Die sind stabil und beweglich genug , um sich auch durch unwegsames Gelände sicher einen Weg zu den gesuchten Menschen zu bahnen. Gleichzeitig sollten sie noch leicht genug sein, um sie notfalls auch mit den Händen anheben und leicht transportieren zu können. Darüber hinaus kann außerdem auch Schnelligkeit in manchen Situationen eine wichtige Rolle spielen.